Moritz Anthes

Moritz Anthes, Photo by André Symann
Der Essener Posaunist Moritz Anthes startete 2008 im Landesjugendjazzorchester Sachsen-Anhalt und hat sich seitdem zu einem vielseitigen Musiker, Komponisten und Arrangeur entwickelt. Er studierte an der Folkwang Universität der Künste in Essen bei Ansgar Striepens und absolvierte ein Erasmus Semester bei Nils Wogram in Luzern.
Als Posaunist ist er zu hören bei Jan Klares The Dorf oder Matthias Muches Bonecrusher. Außerdem veröffentlichte er 2021 seine erste Solo-CD VON EINEM DER VIELE auf Umland-Records.
Bei der Auseinandersetzung mit seinem Hauptinstrument widmet er sich vor allem der improvisierten Musik und alternativen Spieltechniken. Er benutzt diverse Dämpfer, verschiedene Mundstücke, Spaltklänge, unorthodoxe Zungentechniken und Multiphonics, um dem Instrument möglichst konventionsferne Klänge zu entlocken. Außerdem experimentiert er mit der Verfremdung des Klangs der Posaune durch Gitarreneffekte und beschäftigt sich mit experimentellem Drone. Im 2020 gegründeten Trio „Donaueschingen“ sind die oben genannten Spezialisierungen besonders gut zu hören.
Seine Kreativität als Musiker und als Komponist steuerte er außerdem für diversen Theater- und Tanzproduktionen bei, wie am Schauspielhaus Bochum, kainkollektiv, KGI, Toboso oder bei Felix Bürkles starting point. 2019 komponierte er im Auftrag des Landesjugenndjazzorchesters Sachsen-Anhalt das Stück Punkt und Linie zur Fläche anlässlich des 100 jährigen Bauhausjubiläums.
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