FUCHSTHONE RELOADED#6 (2024)

FUCHSTHONE RELOADED#6 (2024)

FUCHSTHONE RELOADED#6 (2024)

PROGRAMM

Im ihrem fünften Jahr geht das Ensemble neue Wege: Reloaded #6 steht ganz im Zeichen der Visualisierung, Improvisation und neuer Ensembleformate. Die neuen Kompositionen von Caroline Thon und Christina Fuchs dazu sind gerade im Entstehen, um sie im Mai (30.5.24 Stadtgarten Köln) auf der Bühne zum Klingen zu bringen.

Dieses erste Konzert werden wir noch ohne Gastkünstler absolvieren. Aber schon im August (31.8.24 Wuppertal, Immanuelskirche) haben wir die Ehre, die Berliner Videokünstlerin Claudia Schmitzals Ensemblemitglied begrüßen zu dürfen. Sie wird live auf der Bühne das Programm visuell und konzeptuell mitgestalten. Das FUCHSTHONE ORCHESTRA erweitert damit sein Spektrum um ein weiteres Genre. Claudia Schmitz ist unserer allererste Gastkünstlerin – insofern wird das eine ganz besondere Premiere sein!  Wir freuen uns auf einen Sturm der Bilder, Farben und Musik!

Statement der Künstlerin: „Meine Arbeit beginnt dort, wo sich die Medien überschneiden. Ich interessiere mich nicht für die Modernität der Technologie als solche, sondern für ihre Fähigkeit, neue imaginäre Dimensionen zu schaffen. Meine Arbeiten nehmen ständig temporäre Zustände an, verwerfen und erfinden sich neu, erforschen das Raum-Zeit-Kontinuum, machen seine Grenzen sichtbar und stellen sie in Frage. Sie erforschen die Grenzen medialer Strukturen und Modi der Partizipation.“

 

FUCHSTHONE RELOADED#6

Mit der Konzertreihe RELOADED# verfolgt das FUCHSTHONE ORCHESTRA in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Zentrum für Jazz und Aktuelle Musik / Stadtgarten Köln die konsequente Weiterbearbeitung ihrer Kompositionen in direktem Austausch mit dem Orchester.

CD-RELEASE  TOUR „STRUCTURES & BEAUTY“ (2023)

CD-RELEASE TOUR „STRUCTURES & BEAUTY“ (2023)

CD-RELEASE TOUR „STRUCTURES & BEAUTY“ (2023)

PROGRAMM

Das Jahr 2023 stand ganz im Zeichen der Präsentation des FUCHSTHONE Debüt-Albums „Structures & Beauty“. 8 Städte im In-und Ausland waren auf dem Tourplan: Magdeburg, Karlsruhe, Bonn, Dinslaken, München, Dornbirn, Düsseldorf und Köln.

Die Live-Energie der Band war fantastisch und dementsprechend auch die überschwängliche Resonanz beim Publikum vor Ort. Konzertbesprechungen und Fotos geben ein schönes Bild davon wieder.
Nach dem zweijährigen Entwicklungsprozess bis zur fertigen CD muss die live-Musik wieder gefeiert werden – am besten mit vielen Konzerten, wo die auf Tonträger konservierte Musik live wiederbelebt wird. Denn jedes Konzert ist anders: Soli sind nie gleich, die Energie variiert, neue Ideen werden eingespeist … es wird nie langweilig, nicht zuletzt durch den grossen Anteil von Improvisation!
Eine Tour mit 22 MusikerInnen + 2 Tontechnikern ist allemal anstrengend, aber die Freude und der Spass auf der Bühne machen jede Nachtfahrt wieder wett und es entsteht nochmal eine ganz besondere Dynamik: jede/r weiss, wo es langgeht, findet seinen/ihren Platz im Gefüge und gibt sein/ihr Bestes. Etwas gemeinsam als Team auf die Beine zu stellen ist ein grossartiges Erlebnis.
Das Publikum spielt dabei auch eine grosse Rolle: wenn man spürt, dass unsere Musik eine Resonanz bei den Zuhöreren auslöst, etwas bewirkt und sie Neues entdecken lässt, sie erstaunt oder beglückt – das ist ein ganz grosses Geschenk: ein Gefühl von Gemeinsamkeit und Sinnhaftigkeit.

Die Tour-Besetzung:

  • Caroline Thon, Christina Fuchs (composition, conduction, arrangement)
  • Roger Hanschel, Julian Drach/Julius van Rhee, Veit Lange, Jens Böckamp, Susanne Weidinger /Kira Linn (saxophone, clarinets, flutes)
  • Jan Schneider/Simon Eckert, John-Denis Renken/Ruven Weithöhner/Janosch Löber, Matthias Bergmann, Matthias Knoop (trumpets)
  • Philipp Schittek, Matthias Schuller, Matthias Muche/Moritz Wesp (trombones)
  • Wolf Schenk/Friedrich Falkenhagen (basstrombone, tuba)
  • Zuzana Leharovà (violin)
  • Filippa Gojo (vocal)
  • Laia Genc (piano)
  • Andreas Wahl (guitar)
  • Alex Morsey (bass)
  • Eva Pöpplein (electronics)
  • Jens Düppe (drums)

Magedeburg: Jazz in der Kammer
„Mit dem Fuchsthone Orchestra gab es einen großartigen Abschluss der Magdeburger Jazztage.“

Thoralf Winkler auf Blogger.de

Dinslaken: Das Fuchsthone Orchestra in der Kathrin-Türks-Halle
„… begeisterte das Publikum mit Ausflügen in außergewöhnliche Klangwelten.“

Neue Ruhrzeitung / Funke Mediengruppe

München: Das fulminante Kölner Fuchsthone Orchestra in der Unterfahrt
„Mit Christina Fuchs und Caroline Thon haben sich erfahrene Big Band-Masterminds zusammengetan.“

SZ-Online / 19. 9. 2023

Jazzfest Bonn: Fuchsthone im Pantheon
„Wer sagt, Jazz sei heute unpolitisch, hat noch nicht „Iceland“ gehört“

Bonner Generalanzeiger

FUCHSTHONE RELOADED#5 (2022)

FUCHSTHONE RELOADED#5 (2022)

FUCHSTHONE RELOADED#5 (2022)

PROGRAMM

„ECHOKAMMERN“ … in der 5. Ausgabe der RELOADED#-Reihe werden die Ereignisse dieses Jahres und ihre Wirkung auf uns alle reflektiert. Wo könnte man dies besser tun, als in der Echokammer des eigenen musikalischen Schaffens, im Austausch mit dem Publikum? Nachdem die Konzerte und CD-Produktion (DLF) im Frühsommer von Euphorie und Aufbruchstimmung geprägt waren, meldet sich das  FUCHSTHONE ORCHESTRA im Herbst nachdenklicher zurück.

RELOADED #5 ist das aktuelle Konzertprogramm des FUCHSTHONE ORCHESTRA im Herbst 2022. Die Band präsentiert die neuesten Kompositionen der Bandleaderinnen Christina Fuchs und Caroline Thon.  In „Reloaded“ bündeln sich Ideen in dem Bestreben nach ständiger Erneuerung und der Suche nach aktuellen Sounds. Das Repertoire des FUCHSTHONE ORCHESTRA verändert sich so permanent und bleibt voller Überraschungen.

 

Die Besetzung am 26.11.22 in der Jazzschmiede in Düsseldorf:

Caroline Thon, Christina Fuchs (composition, conduction, arrangement),
Roger Hanschel, Martin Gasser, Veit Lange, Jens Böckamp, Susanne Weidinger (saxophone, clarinets, flutes),
Simon Eckert, John-Denis Renken, Matthias Bergmann, Janosch Löber (trumpets),
Philipp Schittek, Matthias Schuller, Matthias Muche (trombones),
Wolf Schenk (basstrombone, tuba),
Zuzana Leharovà (violin),
Filippa Gojo (vocal),
Laia Genc (piano),
Andreas Wahl (guitar),
Alex Morsey (bass),
Eva Pöpplein (electronics)
Jens Düppe (drums)

1) SEE THE TRUTH
(Komposition: Caroline Thon)

Diese Komposition (aus dem Jahr 2021) war schon einmal Teil des „RELOADED#3“ – Programms, allerdings ohne unsere Elektronikerin Eva Pöpplein.
In der für 2022 adaptierten Version wurde, neben der Überarbeitung der Komposition und der Hinzufügung eines Textes, auch der Inhalt erweitert. Die Ergänzung durch die elektronischen Zuspielungen in der aktuellen Ausgabe illustriert den hektischen Alltag, der uns besonders in der Großstadt umgibt und das durch Live-Sampling verfremdete Tenorsaxofon Solo steht für unsere oft verzerrte Wahrnehmung.
“See the truth“ beschreibt die Sehnsucht, in jeder Begegnung  – sei sie auch noch so negativ oder aggressiv – so oft wie möglich fähig zu sein, die hellen Seiten im Gegenüber wahrnehmen zu können. Ein hehres Unterfangen … das sich aber lohnt!

Eva Pöpplein + FUCHSTHONE ORCHESTRA

Photo by V.Beushausen

2) ECHO CHAMBERS Clouds & Bubbles
(Komposition: Christina Fuchs 2022)

​​Diese Komposition basiert auf dem gleichnamigen Werk, das im Sommer 2022 für das Festival Romanischer Sommer Köln für 10-köpfiges Ensemble entstanden ist.

Christina Fuchs:

Hier habe ich dieses Material aus den Echokammern für großes Orchester adaptiert und mit der Elektronik verwebt. Das Grundthema bleibt die Ambivalenz der Begriffe: die Cloud, in der die Daten der meisten von uns liegen, ohne dass wir eine Ahnung davon haben, was dort passiert- gleichzeitig der Blick in die realen Wolken am Himmel, die eine absolute Freiheit und das Sein im Moment bedeuten. Die Bubble ist der metaphorische Raum, wo wir uns bevorzugt aufhalten, in dem Aussagen verstärkt- und Störendes, wie anderslautende Meinungen, geschluckt werden. Gleichzeitig sind die Bubbles die Quelle einer sprudelnden Kreativität.

Lyrics:
In a smart, blue sky, next to eternity you’ll find art made out of water and molecules. Sometimes dense, sometimes blurred, always liquid. Never lasting landcsapes, feathers and cumulus, fine lines above.

Bubbles by Christina Fuchs 2022

Photo: Clouds 2022 by Christina Fuchs

3) INSIDE ME
(Komposition: Caroline Thon 2022)

So viele verschiedene Informationen bei all den Konflikten und Pandemien um uns herum, so viel Verwirrendes und so viele Populisten, die meinen sie hätten den Durchblick. All dies kann sehr verwirrend sein und es ist schwer, einen klaren Kopf zu bewahren.

Caroline Thon:

Umso mehr braucht man in meinen Augen eine innere Stimme, die Vertrauen und Positives gibt und uns stärkt… dies ist das Thema von „Inside Me“.

Eva Pöpplein + FUCHSTHONE ORCHESTRA

Photo by V.Beushausen

4) THERMAL WINDS
(Komposition: Christina Fuchs 2022)

Christina Fuchs:

Manchmal möchte man einfach nur noch weg, Fliegen zum Beispiel. So geschehen bei einem Paragliding-Tandemflug in diesem Sommer. Es war ebenso aufregend wie beeindruckend, die Kraft der thermischen Aufwinde zu spüren.
Das Fliegen ist nicht ohne Grund ein alter Menschheitstraum. Diese sehr unmittelbare Erfahrung beim Paragliding war so emotional, dass mir die Worte fehlen. Musik vermag es besser auszudrücken in „Thermal Winds“.

Thermal Winds by Christina Fuchs

Photo: Thermal Winds 2022 by Christina Fuchs

5) OUTSIDE OF ME
(Komposition: Caroline Thon 2022)

Das sehr improvisatorisch angelegte „Outside of Me“ ist der Counterpart zu „Inside me“ und beschreibt, was gerade um uns herum passiert. Das Zusammenbrechen unserer bisherigen Sicherheiten durch Krisenherde, Klimawandel und Pandemien und was dies in meinem Inneren auslöst:
Hilflosigkeit, Angst aber auch Wut und Verzweiflung darüber wie es soweit kommen konnte und warum die Politik immer noch nicht adäquat reagiert (Beispiel Ergebnisse der Weltklimakonferenz in Sharm El – Sheikh 2022 oder das ignorante Verhalten gegenüber der Revolution im Iran).

Caroline Thon:

Diese Komposition ist eine beabsichtigte Zumutung um anzuklagen und wachzurütteln.

Eva Pöpplein + FUCHSTHONE ORCHESTRA

Photo by V.Beushausen

6) STRUCTURES V&VI
(Komposition: Christina Fuchs 2022)

Christina Fuchs:

Structures V&VI sind Teile einer sechsteiligen Suite, die in „Reloaded#4“im Frühjahr 2022 schon einmal präsentiert wurden.
Die Komposition basiert auf sechs abstrakten Fotografien, die natürliche Strukturen abbilden. Dazu werden elektronische Sounds assoziiert und musikalische Strukturen komponiert.
Part V trägt auch den Untertitel „Holzwege“, denn das Foto zeigt die Wege, die Holzwürmer in das Holz fressen. Dabei entstehen zufällige, abstrakte Formen, die jedoch eine große Stringenz aufweisen. Diese habe ich kombiniert mit den repetitiven Sounds von Tischtennisbällen im Innenleben des Flügels, die zusätzlich elektronisch verfremdet werden.
Musikalische Strukturen reflektieren Mikrokosmen.

 

Photo by C.Fuchs

7) REPRISE
(Komposition: Caroline Thon 2019)

Caroline Thon:

Diese Komposition ist der vierte Teil meiner ersten Suite „High Fidelity of Materialism – what about the Nature?“ und ist ein musikalischer Appell an das Mitgefühl.
Das dies nicht immer ganz einfach ist, zeigt sich unter anderem in der Verwendung des sich ständig verschiebenden 7/4-Taktes in Form eines Kanons.

Zu hören: Lucretius kommt mit einem berühmten Zitat zu Wort, das Ansinnen hier ist aber, die Grundaussage des Eternalismus zu verneinen – dass aus Nichts nichts wird, selbst nicht durch Willen der Götter.

Eva Pöpplein + FUCHSTHONE ORCHESTRA

Photo by V.Beushausen

FUCHSTHONE RELOADED#5

Mit der Konzertreihe RELOADED# verfolgt das FUCHSTHONE ORCHESTRA in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Zentrum für Jazz und Aktuelle Musik / Stadtgarten Köln die konsequente Weiterbearbeitung ihrer Kompositionen in direktem Austausch mit dem Orchester.

Mediaecho:

„Das Orchester ist ein Live Ensemble und kein Repertoire Ensemble… ältere Stücke werden überarbeitet und neu arrangiert und vor allem immer neue Stücke geschrieben. Dabei legen Christina Fuchs und Caroline Thon wert darauf, dass die Musiker*innen des Ensembles genügend Freiräume für Improvisation und eigene Ideen haben.“

Uwe Bräutigam

www.nrwjazz.net

Echo Chambers (2022)

Echo Chambers (2022)

Echo Chambers (2022)

PROGRAMM

Mit der romanischen Nacht des „Romanischen Sommers“ findet am 24. Juni ein ganz besonderer Konzertabend in Köln statt. Als „Grande Finale“ der Konzertwoche präsentiert FUCHSTHONE das Programm „ECHO CHAMBERS“ in der größten romanische Kirche der Stadt, in St. Maria im Kapitol.

Caroline Thon und Chrstina Fuchs sprechen vor der Aufführung mit dem Domradio über Ihre Arbei, über den Kompositionsauftrag und die Stücke Echo Chambers – wie der Raum der Kirche Sankt Maria im Kapitol sie dazu inspiriert hat.

 

Die Besetzung am 24.06.2022:

Caroline Thon, Christina Fuchs (composition, conduction, arrangement),
Roger Hanschel, Martin Gasser, Veit Lange, (saxophone, clarinets, flutes),
Matthias Knoop (trumpets),
Matthias Schuller (trombones),
Zuzana Leharovà (violin),
Filippa Gojo (vocal),
Andreas Wahl (guitar),
Alex Morsey (bass),
Jens Düppe (drums)

FUCHSTHONE ORCHESTRA Photo by Steve Bauch

Photo by Reinhard Doubrawa

FUCHSTHONE ORCHESTRA Photo by Steve Bauch

Die Organisator*innen des Romanischen Sommers haben Caroline Thon und Christina Fuchs dafür mit einem kleinen Kompositionsauftrag ausgestattet. Und so besteht das zweiteilige Programm mit dem eigentlichen Titel „Inner & Outer Echo Chambers“ ausschließlich aus Neukompositionen mit Uraufführungen, gespielt vom  FUCHSTHONE CHAMBER ORCHESTRA – quasi als „Kammerorchester“ in kleiner Besetzung.

Folgende Stücke stehen auf dem Programm:

PART 1 – INNER & OUTER ECHO CHAMBERS
(Komposition: Caroline Thon)

Bei dieser Uraufführung wird die Kirche St. Maria im Kapitol mit ihrem ganz besonderen Raumklang zum musikalischen Abbild des Wechselspiels zwischen äußeren Ereignissen und innerem Erleben.
Was sich im Außen ereignet, erzeugt einen Widerhall in unserem Inneren. Als Echo des Erlebten beeinflusst dies unsere nächsten Erfahrungen, Wahrnehmungen und daraus resultierende Handlungen. Oder wie es der griechische Philosoph Heraklit ausdrückte: „ Panta Rhei – Alles fließt“.
Eine wichtige Rolle spielt dabei, inwieweit wir fähig oder willens sind, über das Erlebte zu reflektieren.
Als Analogie dazu spricht man in der Lehre vom Schall (Akustik) von ersten-, zweiten- und vielfältigen Reflektionen, die unsere akustische Wahrnehmung von Echo und Hall beeinflussen. So durchläuft auch unser Erleben ein mehr oder weniger bewusstes Reflektieren in verschiedenen Phasen. Diese Analogie musikalisch abzubilden ist das Thema der 3 Sätze zusammengefasst unter dem Titel „Echo Chambers-Reflexionen“:
1.Reflektion – Outside
2.Reflektion – Inside
3.Reflektion – Panta Rhei

FUCHSTHONE ORCHESTRA Photo by Steve Bauch

Photo: Basilika St. Maria im Kapitol Köln, Provinzialverband der Rheinprovinz – Die kirchlichen Denkmäler der Stadt Köln

PART 2 – INNER & OUTER ECHO CHAMBERS (Komposition: Christina Fuchs)

Das Echo (oder Widerhall) erschafft ein unsichtbares Netz an Reflektionen im Raum. Diese Magie entsteht in ganz besonderer Weise bei Part II dieser Uraufführung im Rahmen der romanischen Nacht in St. Maria im Kapitol. Die Musik ist ein frei fließendes, orchestrales Kunstwerk im Raum – die Kirche wird zum Echo Chamber, zur Cloud. Gleichzeitig verweist der Begriff auf einen metaphorischen Raum, in dem Aussagen verstärkt und Störgeräusche – etwa anderslautende Meinungen – geschluckt werden: die Bubble, in der wir uns bevorzugt aufhalten. Dieser scheinbare Widerspruch von innen und außen wird nicht aufgelöst, aber wo wäre er besser wahrnehmbar, als im Inneren einer Echo Kammer? Es liegt in der Natur des Echos, immer wieder zurückzukehren, so wie auch wir auf uns selbst zurückgeworfen werden: Home.
Echo Chambers „Cloud-Cluster“
1.Satz „Cloud“ 
2.Satz „Bubble„
3.Satz „Home“

Fran Cano Cabal, Icelandic landscapes, CC BY-SA 3.0

Photo Reinhard Doubraw

Mediaecho:

„… bereichert sie [das FUCHSTHONE ORCHESTRA] die Romanische Nacht in St. Maria im Kapitol mit einer Uraufführung: Der Romanische Sommer hat die Leiterinnen mit einem Kompositionsauftrag ausgestattet, für das Programm „Echo Chambers“ firmiert die Big Band unter Fuchsthone Chamber Orchestra….“

Horst Peter Koll

Kölner Stadtanzeiger

„Die Komponistinnen Caroline Thon und Christina Fuchs dirigierten selbst ihre komplexen Uraufführungen. Sie konnten sich auf ein exzellentes Bläserensemble und profilierte Streicher verlassen. Zudem faszinierte die österreichische Jazzsängerin Filippa Gojo nuanciert mit stimmlichem Facettenreichtum….“

Ansgar Skoda

KULTURA-EXTRA, das online-magazin

FUCHSTHONE RELOADED#4 (2022)

FUCHSTHONE RELOADED#4 (2022)

FUCHSTHONE RELOADED#4 (2022)

PROGRAMM

Im Mai 2022 findet unser viertes Reihenkonzert RELOADED statt und das schon kurz nach dem Showcase auf der Jazzahead in Bremen. Beiden Events (20.05. Wuppertal im LOCH, 22.05. im Kölner Stadtgarten) ist gemein, dass es ein Best-of-Programm derjenigen Stücke beinhaltet, die wir im Juni 2022 in unserem ersten Studiorecording einspielen werden. Es geht also bei diesem Programm vor allem um das Spielen und Vertiefen vorhandener Kompositionen live vor Publikum.

Die Besetzung am 20.5.22 im LOCH in Wuppertal:

Caroline Thon, Christina Fuchs (composition, conduction, arrangement),
Roger Hanschel, Martin Gasser, Veit Lange, Jens Böckamp, Susanne Weidinger (saxophone, clarinets, flutes),
Christian Mehler, John-Denis Renken, Matthias Bergmann, Matthias Schwengler (trumpets),
Philipp Schittek, Lars Schuster, Matthias Muche (trombones),
Wolf Schenk (basstrombone, tuba),
Zuzana Leharovà (violin),
Barbara Barth (vocal),
Laia Genc (piano),
Andreas Wahl (guitar),
Alex Morsey (bass),
Jens Düppe (drums)

1) YVES.KLEIN.BLAU (IKB)
(Komposition: Christina Fuchs)

Yves Klein, der französische Konzeptkünstler, ist vor allem bekannt für seine monochromen Bilder, in denen er vornehmlich ein monochromes Ultramarinblau benutzte, das er sich schließlich unter der Bezeichnung „International Klein Blue“ patentieren ließ.

Der farbpsychologische Effekt dieses Blautons besteht in der Sogwirkung auf den Betrachter, der sich förmlich in das Bild hineingezogen fühlt… die Musik, die dazu entstanden ist, entfaltet dieselbe Wirkung.

Ein Zitat von Yves Klein kommt in dem Stück vor: Er beschwert sich darüber, dass die Vögel beim Herumfliegen Löcher in sein bestes Kunstwerk machen, nämlich in den wolkenfreien, blauen Himmel.

2) KHO BA
(Komposition: Caroline Thon)

„Kho Ba“ (korrekt geschrieben Khor Ba) ist der tibetische Begriff für „Samsara“. In dieser Komposition geht es um Vergänglichkeit und den immerwährenden Kreislauf von Geburt, Alter, Krankheit und Tod.
Im weiteren Sinne ist es auch eine Auseinandersetzung mit der gegenwärtigen Situation bedingt durch die Pandemie.

3) SUITE STRUCTURES I-VI
(Komposition: Christina Fuchs)

Die Komposition basiert auf sechs abstrakten Fotografien, die natürliche Strukturen abbilden. Dazu werden elektronische Sounds assoziiert und musikalische Strukturen komponiert.

Ganz im Sinne eines Gesamtkunstwerkes werden die Sounds und Assoziationskompositionen in die Form einer mehrteiligen Suite gebracht.

4) SUITE THE TRUTH OF J.P.S. – PART I-III
(Komposition: Caroline Thon)

Ein Appell, dem französischen Existentialisten Jean-Paul Sartre zu beweisen, dass er mit seinem negativen Blick auf den Menschen Unrecht hat!

PART I „Closed Society“
Angelehnt an das Bühnendrama „Geschlossene Gesellschaft“ wird die Auseinandersetzung und Bedrohung durch diesen negativen Blick vertont. Zu hören sind Zitate aus dem Bühnendrama des Hauptprotagonisten „Garcin“.

PART II „Naisser“
(Weiterentwicklung des 1.Entwurfs der Komposition „Naisser“)
Zunehmende Aggressionen äußern sich durch martialische Bläsersätze und ein rockiges Gitarrensolo. Dies gleicht einer Beschreibung, wie es ausgehen könnte, wenn Jean-Paul Sartre mit seinem pessimistischen Blick auf die Menschheit recht behalten sollte.

PART III „Conclusion“
Als klassischer Schlusssatz einer dreisätzigen Suite folgt ein langsamer Satz und es erklingt hier die Gegenposition. Nämlich wie es sein könnte, wenn wir uns auf folgende Worte des buddhistischen Meisters Dilgo Kyentse Rinpoche einlassen würden:

„Es ist unser Geist, der uns entweder fesselt oder befreit“.

Photo: AdobeStock 355673361

5) ICELAND III
(Komposition: Christina Fuchs)

Ein Re-Arrangement der Komposition ICELAND ganz im Sinne des Reloaded Konzeptes: neue Sounds, veränderte Schwerpunkte und SolistInnen geben dem Stück eine andere Erscheinungsform.

 

Christina Fuchs:

„Seit ich 2021 selbst in Island unterwegs war, auf einigen Gletschern herumgeklettert bin und field recordings gemacht habe, lässt mich das Thema nicht mehr los.“

6) THE BEAUTY – Part II
(Komposition: Caroline Thon)

Caroline Thon:

“ THE BEAUTY ist eigentlich der 2.Satz meiner 4-teiligen Suite HIGH FIDELITY OF MATERIALISM. Die Komposition ist eine Ode an die Natur und beschreibt das staunende Entzücken, zum Beispiel einen plätschernden Bach im Sonnenlicht erleben zu dürfen. Dazu erklingen Zitate des lateinischen Dichters Lucretius, die dessen Eternalismus aber in Frage stellen sollen.


Im Gegensatz dazu erklingt die Melodie einer Langlebenspraxis aus dem tibetischen Buddhismus, in der es um die Ausgewogenheit der fünf Elemente Wasser, Feuer, Erde, Luft und Eisen (Raum) geht.“

 

5-Elemente
Photo: File:Wuxing_fr.svg: Benoît Stella alias User:BenduKiwi derivative work: Ju gatsu mikka (^o^) appelez moi Ju (^o^), Wuxing de, CC BY-SA 3.0
7) MAMOIADA
(Komposition: Christina Fuchs)

Mamoiada ist ein Re-Arrangement der Komposition aus dem Programm RELOADED#1.

Mamoiada ist ein Ort in der Provinz Nuoro auf Sardinien. Von dort stammt der traditionelle Volkstanz „Passu Torrau“. In derselben Gegend ist auch eine Gesangstradition heimisch, die aus vier Tenören besteht.

Christina Fuchs:

„Das Stück ist von der Version „Passu Torrau“ des Quartetts „Tenore Gòine de Núgoro“ inspiriert. Da dieses Konzert ohne die elektronischen Einspielungen stattfand, habe ich die 4 Tenöre durch 4 Posaunen ersetzt.“

8) LEDNESIP
(Komposition: Caroline Thon)

In dieser Komposition ließ sich Caroline Thon durch die ganz eigenen Klangfarben der Barockmusik inspirieren.

Ein Zeitgenosse des großen Komponisten Johann Sebastian Bach und zugleich der bekannteste Violinvirtuose des Spätbarock, Johann Georg Pisendel (1687 – 1755), hatte eine Violin-Sonate (in D-Dur) komponiert, deren zweiter Satz (Larghetto) die Jazz-Komponistin durch wunderschöne Melodien und eine ganz eigene Harmonik besonders verzauberte.

Ein ineinander verwobenes Melodiegeflecht entwickelt sich scheinbar immer weiter und machte die Identifizierung bestimmter Formteile obsolet. Der Zauber der Musik reisst einfach nicht ab.

Die Komposition „Lednesip“ ist eine Adaption des „Larghetto“ für zeitgenössisches Jazzorchester.

Franke from the collection by Carl Philipp Emanuel Bach, Johann Georg Pisendel, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons
Photo:  Franke from the collection by Carl Philipp Emanuel Bach, Johann Georg Pisendel, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons

FUCHSTHONE RELOADED#4

Mit der Konzertreihe RELOADED# verfolgt das FUCHSTHONE ORCHESTRA in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Zentrum für Jazz und Aktuelle Musik / Stadtgarten Köln die konsequente Weiterbearbeitung ihrer Kompositionen in direktem Austausch mit dem Orchester.

FUCHSTHONE RELOADED#3 (2021)

FUCHSTHONE RELOADED#3 (2021)

FUCHSTHONE RELOADED#3 (2021)

PROGRAMM

Nur ein paar Monate nach RELOADED#2 findet im Dezember 2021 schon das 3. Reihenkonzert „FUCHSTHONE RELOADED#3“ statt. Im Herbst 2021 hat sich das Orchester weiterhin intensiv mit dem Einsatz und der spielerischen Umsetzung von Elektronik im orchestralen Kontext beschäftigt. Leider muss aus gesundheitlichen Gründen dieses Konzert dann ohne unserer Expertin für elektronische Tonkollagen und Soundkunst (Eva Pöpplein) stattfinden.

Die Besetzung am 11.12.2021 im Stadtgarten:

Caroline Thon, Christina Fuchs (composition, conduction, arrangement),
Roger Hanschel, Martin Gasser, Veit Lange, Jens Böckamp, Susanne Weidinger (saxophone, clarinets, flutes),
Christian Mehler, John-Denis Renken, Matthias Bergmann, Matthias Schwengler (trumpets),
Philipp Schittek, Matthias Schuller, Matthias Muche (trombones),
Wolf Schenk (basstrombone, tuba),
Zuzana Leharovà (violin),
Barbara Barth (vocal),
Laia Genc (piano),
Andreas Wahl (guitar),
Alex Morsey (bass),
Jens Düppe (drums)

Sehr kurzfristig besinnt sich das Ensemble und seine Leitung auf seine improvisatorischen Fähigkeiten. Das das kompositorische Material wird spontan anders realisiert – ohne Soundcollagen und Computersamples.
Das Ergebnis ist ebenso verblüffend wie überzeugend: das Konzept, die Elektronik (Samples und Sounds) wie ein weiteres Instrument zu betrachten, funktioniert auch im Umkehrschluss: jedes Instrument kann man auch wie „Elektronik“ betrachten.

Folgende Stücke stehen auf dem Programm:

1) SEE THE TRUTH
(Komposition: Caroline Thon)

Diese Komposition (aus dem Jahr 2012) diente ursprünglich der Verarbeitung von Liebeskummer. In der Erkenntnis, das man sich in seinem ersehnten Gegenüber immens getäuscht hat und es längere Zeit nicht wahrhaben wollte muß es erst richtig „weh“ tun, bis man sich der Tatsache stellt.

In der für 2021 adaptierten Version wurde, neben der Überarbeitung der Komposition und der Hinzufügung eines Textes, auch der Inhalt erweitert. Hier geht es jetzt vor allem um den Wunsch, in jeder Begegnung  – sei sie auch noch so negativ oder aggressiv – immer fähig zu sein, die hellen Seiten wahrnehmen zu können. Ein hehres Unterfangen … das sich aber lohnt!

FUCHSTHONE ORCHESTRA Photo by Steve Bauch

Photo by Steve Bauch

2) ICELAND III
(Komposition: Christina Fuchs)

Ein Re-Arrangement der Komposition ICELAND ganz im Sinne des Reloaded Konzeptes: neue Sounds, veränderte Schwerpunkte und SolistInnen geben dem Stück eine andere Erscheinungsform.

 

Christina Fuchs:

„Seit ich 2021 selbst in Island unterwegs war, auf einigen Gletschern herumgeklettert bin und field recordings gemacht habe, lässt mich das Thema nicht mehr los.“

3) THE BEAUTY – Part II
(Komposition: Caroline Thon)

Caroline Thon:

“ THE BEAUTY ist eigentlich der 2.Satz meiner 4-teiligen Suite HIGH FIDELITY OF MATERIALISM. Die Komposition ist eine Ode an die Natur und beschreibt das staunende Entzücken, zum Beispiel einen plätschernden Bach im Sonnenlicht erleben zu dürfen. Dazu erklingen Zitate des lateinischen Dichters Lucretius, die dessen Eternalismus aber in Frage stellen sollen.


Im Gegensatz dazu erklingt die Melodie einer Langlebenspraxis aus dem tibetischen Buddhismus, in der es um die Ausgewogenheit der fünf Elemente Wasser, Feuer, Erde, Luft und Eisen (Raum) geht.“

 

5-Elemente
Photo: File:Wuxing_fr.svg: Benoît Stella alias User:BenduKiwi derivative work: Ju gatsu mikka (^o^) appelez moi Ju (^o^), Wuxing de, CC BY-SA 3.0

4) SYRINX
(Komposition: Christina Fuchs)

Ein Re-Arrangement der Komposition SYRINX ganz im Sinne des Reloaded Konzeptes.

Vogelstimmentranskriptionen als vage Annäherung an einen Waldkathedralensound. Einzelne Vogel-, bzw. Instrumentalstimmen werden in einen harmonischen und rhythmischen Kontext gebracht, die aber letztlich immer Vorlage für Improvisationen sind.

5) LEDNESIP
(Komposition: Caroline Thon)

In dieser Komposition ließ sich Caroline Thon durch die ganz eigenen Klangfarben der Barockmusik inspirieren.

Ein Zeitgenosse des großen Komponisten Johann Sebastian Bach und zugleich der bekannteste Violinvirtuose des Spätbarock, Johann Georg Pisendel (1687 – 1755), hatte eine Violin-Sonate (in D-Dur) komponiert, deren zweiter Satz (Larghetto) die Jazz-Komponistin durch wunderschöne Melodien und eine ganz eigene Harmonik besonders verzauberte.

Ein ineinander verwobenes Melodiegeflecht entwickelt sich scheinbar immer weiter und machte die Identifizierung bestimmter Formteile obsolet. Der Zauber der Musik reisst einfach nicht ab.

Die Komposition „Lednesip“ ist eine Adaption des „Larghetto“ für zeitgenössisches Jazzorchester.

Franke from the collection by Carl Philipp Emanuel Bach, Johann Georg Pisendel, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons
Photo:  Franke from the collection by Carl Philipp Emanuel Bach, Johann Georg Pisendel, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons
6) CONCLUSION
(Komposition: Caroline Thon)

Der ursprüngliche Part III „Conclusion“ aus der dreisätzigen Suite „The truth of J.P.S.?“ ist hier in dieser Version von der Komponistin zu einer eigenständigen Komposition weiter entwickelt und durch zusätzliche Klangfarben und Formteile eines zum Beispiel tangoesk unterlegten Bassklarinettensolos erweitert worden.

Statt eines gesungenen buddhistischen Zitats hat die Hauptmelodie hier nicht der Gesang sondern das Flügelhorn.

Auch setzt Caroline Thon auf harmonische Klangfarben und stringente Entwicklung der musikalischen Struktur. Ein augenzwinkerndes Zitat der Komponistin dazu:

„Ich glaube, ich habe gerade eine eher romantische Phase.“

FUCHSTHONE Komposition

Photo: Steve Bauch

7) MAMOIADA
(Komposition: Christina Fuchs)

Mamoiada ist ein Re-Arrangement der Komposition aus dem Programm RELOADED#1.

Mamoiada ist ein Ort in der Provinz Nuoro auf Sardinien. Von dort stammt der traditionelle Volkstanz „Passu Torrau“. In derselben Gegend ist auch eine Gesangstradition heimisch, die aus vier Tenören besteht.

Christina Fuchs:

„Das Stück ist von der Version „Passu Torrau“ des Quartetts „Tenore Gòine de Núgoro“ inspiriert. Da dieses Konzert ohne die elektronischen Einspielungen stattfand, habe ich die 4 Tenöre durch 4 Posaunen ersetzt.“

FUCHSTHONE RELOADED#3

Mit der Konzertreihe RELOADED# verfolgt das FUCHSTHONE ORCHESTRA in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Zentrum für Jazz und Aktuelle Musik / Stadtgarten Köln die konsequente Weiterbearbeitung ihrer Kompositionen in direktem Austausch mit dem Orchester.

Mediaecho:

„Neue Kompositionen, neue Klangfarben: Das FUCHSTHONE Orchestra hat seine Energien aufgefrischt und setzt seine Forschungsreise fort.
Wie ein „Orchestra in progress“ befinden sich die dirigierenden Leiterinnen im ständigen Prozess des Agierens und Reagierens…“

Horst Peter Koll

Kölner Stadtanzeiger